/* Google Schriftfont */ Eine kleine Prise Anna: Antipasti, Pizza, Pasta und Wein - Traumziel Toskana

Samstag, 1. Juli 2017

Antipasti, Pizza, Pasta und Wein - Traumziel Toskana


Wunderschöne alte Natursteinhäuser mit verwitterten Ziegeln, umgeben von Säulenzypressen und Olivenhainen in hügeliger Landschaft … Antipasti, Pizza, Pasta und Wein – meine Vorstellung von der Toskana und einem lang gehegten Wunsch, diese Region einmal zu besuchen. Vor einem dreiviertel Jahr nahm dieser Traum die ersten realen Formen an, als wir mit Freunden über Urlaub plauderten und anfingen Pläne zu schmieden. Sie hatten die Toskana schon vor einigen Jahren bereist und nährten unseren Appetit mit bildhaften Erzählungen von ihren Erlebnissen. Schnell war klar, dass wir gemeinsam eine Reise nach Italien unternehmen wollten, um die traumhaften Landschaften und sehenswerten Städte der Toskana zu erkunden. 


vollgepacktes Auto Wir starteten Anfang Mai bei viel zu kaltem und regnerischem Wetter unsere 1.300 km lange Autofahrt, nachdem wir Tetris mit dem Gepäck für vier Leute gespielt hatten. Ein Übernachtungsstopp in Österreich kurz vor der italienischen Grenze teilte unsere zweitägige Anreise. Der nächste Morgen bescherte uns wunderbaren Sonnenschein und die Vorfreude auf den Urlaub wurde immer größer. Trotz der vielen Kilometer war es eine schöne Fahrt, die durch die sich verändernde Landschaft immer interessant und kurzweilig war.



Unser Ziel war das Valdarno – Tal des Arno - das sich im magischen Dreieck der Provinzen Arezzo, Siena und Florenz befindet. Auf den sanften Hügeln von Pieve a Presciano stand unser kleines Domizil … ein Häuschen mitten in den landschaftstypischen Merkmalen der Toskana. Der Pool war eingerahmt von Olivenbäumen auf der einen Seite und Weinreben auf der anderen Seite. Ein freier weiter Blick auf den kleinen Ort mit seinen schönen Steinhäusern und den umgebenen Hügeln mit ihren Zypressen … im Gras zirpten die Grillen – ihr findet, das klingt wie aus einem kitschigen Roman? Mag sein, aber wir waren im Paradies angekommen.

Ferienhaus Pieve a Presciano

Eine Woche hatten wir Zeit die Gegend, ihre nahe liegenden Städte und natürlich die kulinarischen Genüsse kennenzulernen. Mit letzterem starteten wir  gleich am ersten Abend im Nachbarort Badia Agnano. Im gemütlichen Ristorante La Chiave Dei Sapori gab es eine kleine aber feine Karte, die für jeden Geschmack etwas bereit hielt. Während sich die anderen für Pizza entschieden, fiel meine Wahl auf Tagliata alla griglia, Rucola e Grana – gegrilltes in Streifen geschnittenes Rindfleisch auf Rucola mit Parmesan. Bei ein paar Gläsern Wein hatten wir an diesem ersten Abend einen entspannten Urlaubsanfang.

La Chiave dei Sapori Collage

 

Arezzo


Im Zuge unserer Reisevorbereitungen hatten wir gelesen, dass jeden 1. Sonntag im Monat ein Antikmarkt in Arezzo stattfindet. Da wir das Glück hatten, am ersten Wochenende im Mai anzukommen, stand fest, dass wir gleich am nächsten Tag Arezzo besuchen. Die als Perle der Toskana beschriebene Stadt, mit ihrem am Hang gelegenen historischen Zentrum, soll zu den schönsten Städten der Toskana gehören.

Arezzo

Nachdem wir den doch recht steilen Aufstieg in die höherliegenden lebendigen Gassen gemeistert hatten, präsentierte sich uns ein faszinierender Anblick auf die mittelalterlichen Silhouetten. Die Auslagen der Antiquitätenhändler waren atemberaubend und das eine oder andere Teilchen mit dem Charme und den Zeichen der Zeit hätte wohl gern den Weg zu mir gefunden … hätten wir nicht wegen Platzmangels im Auto schon im Vorfeld beschlossen, dass keine großförmigen Einkäufe getätigt werden können. Jedoch eine kleine Erinnerung musste sein, die sich in zwei verzierten Gabeln wiederfand.

Arezzo Collage

Wer Arezzo besucht, aber keine Gelegenheit hat, über den überwältigenden Antikmarkt zu schlendern, der kann dennoch kleine Kostbarkeiten in den ansässigen Antiquitätenläden finden, die sich rund um die Piazza Grande befinden. Dieser interessante Platz lädt zum Verweilen und Fotografieren ein, weswegen sich auch eine Vielzahl von Motiven auf meiner Kamerakarte verewigt haben. Aber auch die Aussicht am Rande des Zentrums über die Landschaft der Provinz ist überwältigend schön. Mit vielen Fotos habe ich diese Impressionen mit nach Hause genommen.

Arezzo Stadt

Nachdem zahlreiche interessante Eindrücke aufgesogen waren, gaben wir dem Ruf des leiblichen Wohls nach. In einem kleinen Ecklädchen lachte uns - für einen genussvollen Abend im Ferienhäuschen - Pecorino mit Trüffel, diverse Salami und Pane an, das typische italienische Weißbrot.

Antica Bottega Toscana Arezzo

Ohne eine kulinarische Pause wollten wir aber auf keinen Fall die Stadt verlassen. So fanden wir uns im Caffé dei Costanti ein. Ohne es vorher zu wissen, hatten wir einen Ort mit langer Vergangenheit gefunden, der schon 1804 eröffnet wurde. Dies spiegelte sich auch in seinem herrschaftlichen Interieur wider, dass wir erst entdeckten, als wir dem Weg zum WC suchten, da wir draußen unseren Platz eingenommen hatten. Auch wenn wohl die Kaffee- und Kuchenspezialitäten hier erstklassig sein mögen, hat mir meine Pizza gut geschmeckt. Die herzhaften Dinge können sie nämlich auch.

Auf dem Rückweg zum Auto haben wir uns dann noch ein schmackhaftes Eis aus einer Gelateria gegönnt. Double Choc und griechischer Joghurt  - ok, ein bisschen Stilbruch in Italien – aber es hat wunderbar gemundet.

Den lauen Abend verbrachten wir auf unserer kleinen gemütlichen Terrasse mit den Köstlichkeiten, die wir uns aus Arezzo mitgebracht hatten. Wie herrlich ein schlichtes Abendessen sein kann … zum Wein ein paar Stückchen Käse, ein paar Happen Salsiccia, und natürlich Grappa, den wir als Willkommensgeschenk von den italienischen Vermietern bekommen hatten.

Trueffel-Pecorino und Salcicce
Gut gepasst hätte zu den Appetithäppchen auch noch ein Tomatensalat mit Mozzarella und Gremolata. Keine typisch toskanische Spezialität, da Gremolata ursprünglich aus der Lombardei kommt - aber eine Würzmischung, die ausgesprochen gut im Salat schmeckt. Und deshalb möchte ich euch das Rezept zum Abschluss meines Reiseberichtes vom 1. Tag unseres Urlaubs gern noch mitgeben.

Tomaten-Mozzarella-Salat mit Gremolata


Der Begriff Gremolata leitet sich vom italienischen „gremolare“ ab, was zu Deutsch hacken oder durchmischen heißt. So besteht die traditionelle Gremolata aus kleingehacktem Knoblauch, Petersilie, Orangen- und Zitronenschale. Sie wird besonders gern für Fleisch- und Schmorgerichte verwendet.

Für meinen Tomaten-Mozzarella-Salat mit Gremolata habe ich aber ausnahmsweise mal keinen Knoblauch in der Mischung verwendet. Stattdessen gab es kleingehackte schwarze und grüne Oliven - teilweise mit Paprika gefüllt - für den besonderen Geschmack. Und für ein bisschen mehr frische Farbe habe ich den Salat noch mit einigen Basilikumblättchen verziert. Ein paar Scheiben Ciabatta dazu und fertig ist ein leckerer Tomatensalat.


https://drive.google.com/open?id=0B5FxcDCnbTTNMndZYkE3dFllclE

Tomaten-Mozzarella-Salat mit Gremolata Rezept

Kommentare:

  1. Liebe Anna, was für eine wunderbarer Reisebericht! Ich möchte sofort wieder dort hin. Der Salat mit der Gremolata klingt übrigens absolut lecker - werde ich testen! :-) Gute Nahaaacht, Sanne

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    1. Hallo Sanne, ich freu mich total, dass dir meine erste Zusammenfassung vom Urlaub gefällt. Ja, ich wünsche mich auch wieder zurück an diesen schönen Ort - aber wer weiß, vielleicht klappt das irgendwann noch mal. Es war jedenfalls richtig schön mit euch :*

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