/* Google Schriftfont */ Eine kleine Prise Anna: Pulled Pork Burger

Dienstag, 7. März 2017

Pulled Pork Burger


Schweinebraten, Krustenbraten, Rollbraten - gewöhnlich, oder? Wie wäre es mit einer hippen Schweinerei? Dem amerikanischen BBQ-Hit Pulled Pork. Doch was machen, wenn die Grillsaison noch nicht eröffnet ist, weil die lauen Temperaturen auf sich warten lassen und es mal wieder Bindfänden regnet?


Ein gutes Pulled Pork muss nicht zwingend auf einem Grill zubereitet werden. Das Geheimnis des zarten Fleisches liegt an dem schonenden Garen bei einer durchweg niedrigen Temperatur über einen sehr langen Zeitraum. Und das ist auch in einem Backofen möglich. Dabei ist der Unterschied zwischen Grill und Backofen zumindest zeitmäßig nicht groß. Und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Pulled Pork ist allerdings nichts für den schnellen Hunger zwischendurch, die Geduld wird später aber belohnt.

Pulled Pork wird normalerweise aus Schweineschulter oder Schweinenacken zubereitet. Mit Schweinenacken habe ich persönlich gute Erfahrungen gemacht und er ist auch deutlich einfacher zu bekommen.

Wellness für das Fleisch ist Geschmack für euren Gaumen - also verpasst dem Braten eine gute Massage mit Grillgewürzen. Gebt den gewürzten Schweinenacken in einen großen Gefrierbeutel und gönnt ihm eine Nacht im Kühlschrank, bevor ihr ihn am nächsten Tag in die Dampfsauna schickt.

Am Tag der Zubereitung sollte der Braten nach seiner Kühlung eine kleine Ruhephase bei Raumtemperatur bekommen. Zur Aromatisierung bereitet man eine feuerfeste Schale mit Saft und Brühe vor, die man auf den Boden des Backofens stellt. Den Braten platziert man auf einem Grillrost darüber. Wie in jeder guten Sauna ist der Aufguss das Beste und auch unser Fleisch profitiert davon, wenn man es nach ca. 3 - 4 Std. und einer Kerntemperatur von ca. 70° C ab und zu mit der Flüssigkeit übergießt.

Ab jetzt ist besondere Geduld gefragt. Wahrscheinlich wird eine sogenannte Plateau-Phase eintreten, in der das Fleisch kaum an Kerntemperatur zunimmt. Diese Phase gilt es erwartungsfreudig zu überbrücken und auf keinen Fall die Temperatur zu erhöhen. Hier kommt es immer auf die Beschaffenheit und Größe des Bratens an - unser erster Pulled Pork-Braten hat im Endeffekt tatsächlich 10 Std. gebraucht, um die gewünschte Kerntermperatur von 90° zu erreichen.

Wenn der Braten 90 - 92° C erreicht hat, kann er aus dem Ofen geholt werden. Keine Panik, wenn er sehr dunkel geworden ist. Das ist ganz normal und verleiht ihm die sogenannten Röstaromen. Nun sollte er nochmals eine Ruhephase (am besten eine gute Stunde) genießen. Eingepackt in Alufolie und einem Handtuch wird er gut noch eine Weile - z. B. unter der Bettdecke (das funktioniert tatsächlich!) oder in einer Isolier-/Kühlbox - warmgehalten.



In dieser Zeit können die Zutaten für den Burger vorbereitet werden. Je nach Geschmack frisches Gemüse, Salat oder, wie in meinem Fall, eine köstliche Zwiebelmarmelade (Rezept folgt) - ein Chutney u. a. aus karamellisierten Zwiebeln und Balsamico-Essig.



Jetzt geht es an das, was dem Braten den Namen verleiht - dem Zupfen. Wenn das Fleisch gelungen ist, lässt es sich mit zwei Gabeln butterweich zerteilen. 



Nun ein frisches Sesambrötchen oder ein anderes Burgerbrötchen mit den Zutaten deiner Wahl belegen und mit dem zerfaserten Schweinefleisch belegen.

 
Wenn von dem Pulled Pork noch Reste übrig bleiben, was normalerweise der Fall ist, wenn man nicht eine ganze Mannschaft mit Burgern versorgt, lässt es sich auch wunderbar einfrieren. Oder man genießt es am nächsten Tag mit oder in einem Krautsalat. Da sind der Fantasie sicherlich keine Grenzen gesetzt.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann sich gern an diesem himmlisch zart gezupften Schweinefleisch-Rezept hier und Seite 2 hier bedienen.

https://drive.google.com/open?id=0B5FxcDCnbTTNTVNYQlZPaktmQkU


https://drive.google.com/open?id=0B5FxcDCnbTTNY1U1TXZ3ay1odlU

 



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